Geschichte
Zuerst stand hier eine mittelalterliche Burg. Sie wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts umgestaltet, als Renaissancegalerien hinzukamen, und im 17. Jahrhundert ein weiteres Mal. Ihr berühmtester Besitzer, Roger de Bussy-Rabutin, wurde 1618 geboren und zählte zu den schillerndsten Höflingen Ludwigs XIV. Er war zudem ein Cousin der Briefschreiberin Madame de Sévigné und selbst ein begabter Schriftsteller.
Um 1660 verfasste Bussy die Histoire amoureuse des Gaules, einen spöttischen Bericht über die Liebesaffären bei Hofe. Als das Werk 1665 ohne seine Zustimmung gedruckt wurde, brachte ihn der Skandal in die Bastille. Der König verbannte ihn daraufhin auf sein Gut im Burgund, wo er rund siebzehn Jahre verbrachte. Die Zeit vertrieb er sich damit, seine Räume mit Porträts und Allegorien auszuschmücken. 1929 kaufte der Staat das Schloss, das bereits seit 1862 unter Denkmalschutz steht.
Architektur
Bussy ging aus einer mittelalterlichen Burg hervor, der in den 1520er Jahren Renaissancegalerien angefügt wurden. Der eigentliche Schatz aber ist die Ausstattung des 17. Jahrhunderts. Die Salle des Devises ist mit lateinischen Wahlsprüchen und Ansichten königlicher Schlösser bemalt, und das Cabinet de la Tour Dorée besitzt eine reich bemalte und vergoldete Decke. Andere Räume sind mit Porträts der Könige Frankreichs, großer Feldherren und Damen des Hofes ausgekleidet.