Geschichte
Am Ende des Mittelalters leisteten die Herren von Loges dem Herzog von Burgund die Huldigung für ihr befestigtes Haus Loges, mit Gräben, Wirtschaftshof und befestigtem Vorhof samt Kapelle und Scheune. 1584 ließ Simon de Loges das imposante Torhaus neu errichten. 1680 kaufte Jean Morelet, Dekan der Stiftskirche Notre-Dame in Beaune, die Herrschaft.
1700 erwirkte ein weiterer Jean Morelet, sein Neffe, königliche Patentbriefe, die den Namen Loges durch Morlet ersetzten, den das Dorf bis heute trägt. Später ging das Schloss an die Familien Bouhier, Vogüé und Louvencourt. In den 2010er-Jahren übernahm die Familie Debost den Besitz und begann eine lange Restaurierung. 2014 wurden das gesamte Schloss und sein Park unter Denkmalschutz gestellt.
Architektur
Das Herrenhaus steht zwischen zwei ungleichen quadratischen Türmen, von denen der östliche massiger und vermutlich der älteste ist. Das Torhaus von 1584 ist das Glanzstück: Seine Mauern sind bossiert, Geschützscharten weisen in alle Richtungen, und oben verläuft ein Fries aus Maschikulis. Diese sind mit gemeißelten Masken geschmückt, ein Hauch italienischer Renaissance an einem Wehrbau. Im 19. Jahrhundert wurde in einem der Pavillons eine Kapelle eingerichtet.