Geschichte
Schon im 11. Jahrhundert wird eine Festung auf dem Hügel von Thil erwähnt. Die Herren von Thil trugen sie von den Herzögen von Burgund zu Lehen, und 1307 erkannte Guillaume de Thil den Herzog als seinen Lehnsherrn an. Um 1340 gründete Jean de Thil am äußersten Ende des Hügels eine Stiftskirche, die von einem Kapitel von Chorherren betreut wurde.
Bereits im späten 16. Jahrhundert war die Burg verfallen, als der Comte de Tavannes sie während der Religionskriege einnahm. Im 17. Jahrhundert erwarb die Familie Sayve die Herrschaft und behielt sie bis 1777. 1905 wurden die Ruinen als Monument historique eingetragen. Heute ist die Festung in Privatbesitz, und ihr Eigentümer öffnet sie für Besucher. Auch die Stiftskirche steht unter Denkmalschutz.
Architektur
Die Festung erstreckt sich entlang des Hügelkamms. Ihr markantestes Element ist der quadratische Wachturm, etwa 25 Meter hoch und mit fünf Geschossen, den die örtliche Überlieferung den „Spion des Auxois“ nennt. Um ihn herum sind ein Keller aus dem 13. Jahrhundert, Teile der Ringmauer und später eingefügte Geschützscharten erhalten. Eine Allee alter Linden verbindet die Burg mit der gotischen Stiftskirche, deren Mauern von Pfeilscharten durchbrochen sind.