Geschichte
Zuerst stand hier ein Haus aus dem 18. Jahrhundert, das Pierre Larbalestrier über einem kleinen Gewölbekeller auf älteren Pfeilern errichtet hatte. Zwischen 1895 und 1900 bauten es die damaligen Eigentümer Marie-Louise Bernard und Stephen Huguenin als Sinnbild ihres Weinhandels neu. Nur die alte Giebelwand zur Straße blieb erhalten. Man fügte ihr ein Türmchen und einen kleinen vorkragenden Scharwachtturm hinzu, und das Wappen der Familie Bernard krönt bis heute die Eingangstür.
In den 1920er-Jahren erwarb die Familie André das Schloss. Pierre André, einer der Gründer der Confrérie des Chevaliers du Tastevin, machte es zum Sitz seines Weinhauses und trug dazu bei, den Burgunderwein einem breiteren Publikum nahezubringen. Caroline Frey übernahm das Gut 2015 und bewirtschaftet heute seine 7 Hektar Reben. Fassaden, Dächer und das Parkgitter stehen seit 2017 unter Denkmalschutz.
Architektur
Der Hauptbau erhebt sich über einem Sockel aus Bossenquadern, mit einem vorspringenden Pavillon im Westen und einem Türmchen mit vorkragendem Scharwachtturm im Osten. Die Dächer sind mit bleiglasierten burgundischen Ziegeln in Rautenmustern gedeckt, ganz in der Tradition der Hospices de Beaune. Skulptierte Balkone, steinerne Balustraden und ein großes schmiedeeisernes Tor vollenden das Bild der Belle Époque.